Archiv der Kategorie ‘Singapur‘

ZurĂŒck in Deutschland

Samstag, den 29. November 2008

Hallo ihr Leut’! Es tur mir leid, was die AktivitĂ€t auf meiner Website/Blog angeht habe ich wirklich nicht das gehalten was ich versprochen habe. NĂ€mlich euch regelmĂ€ĂŸig ĂŒber meinen verbleib in SĂŒdostasien zu informieren. Vielerlei GrĂŒnde lassen sich da anfĂŒhren, aber die großen zwei waren die fehlende Zeit und die dann doch niedrige Motivation. Ich habe ja dann doch auch auf anderen Wegen den Kontakt zu dem einen oder anderen aufrechterhalten können. Eines sei aber noch gesagt, ich bin mittlerweile wieder heile zurĂŒck in Deutschland.

Nur um ein kurzes ResĂŒmee zu ziehen: Meine Zeit in Singapur war toll. Ich kann uneingeschrĂ€nkt sagen, in allen Aspekten die ein Aufenthalt im Ausland so mit sich bringt war ich schwer begeistert. Meine Arbeit, meine Kollegen, meine neuen Freunde, meine vielen neuen Erfahrungen, die tausend EindrĂŒcke, all dass hat meine Zeit in Singapur und SĂŒdostasien zu einem unvergesslichen Erlebniss gemacht.

Meine Seite bleibt natĂŒrlich online und ich möchte versuchen - ohne wieder zu viel zu versprechen - sie weiter mit Inhalten zu fĂŒllen! Bis dahin!

Pedra Branca gehört Singapur

Montag, den 26. Mai 2008

Pedra Branca

Jetzt ist ist endlich raus: Pedra Branca gehört zu Singapur! Aber was ist Pedra Branca ĂŒberhaupt? Pedra Branca ist eines, von gar nicht so wenigen StĂŒcken Land auf dieser Welt, um die sich zwei oder mehr Staaten streiten. Jetzt hat der Internationale Gerichtshof in Den Haag eine Eintscheidung zu Gunsten Singapurs gesprochen. (more…)

SPIEGEL-GesprĂ€ch: “Schluss mit den Belehrungen”

Donnerstag, den 22. Mai 2008

Photo - Kishore MahbubaniIm SPIEGEL-GesprĂ€ch “Schluss mit den Belehrungen” gibt der Singapurische Politikprofesser Kishore Mahbubani (59) ĂŒber Demokratie, Menschenrechte und das VerhĂ€ltnis des Westens zu Asien Auskunft. Mit harschen Worten verteidigt Mahbubani die ablehnende Einstellung autoritĂ€rer asiatischer Staaten zu Demokratie und Menschenrechten. Die Forderungen des Westens nach Demokratisierung werden von ihm als westlicher Chauvinismus zurĂŒckgewiesen. Demokratie sei genauso fehlerbehaftet wie ein autoritĂ€res Regime und sie unterschieden sich im Bezug auf die Umsetzung von Menschenrechten keineswegs, so Mahbubani. Mahbubani ist Professer und Dekan an der Lee Kuan Yew School of Public Policy an der National University of Singapore. Zum SPIEGEL-GesprĂ€ch “Schluss mit den Belehrungen” »

Lebenszeichen

Dienstag, den 20. Mai 2008

Hallo! Ja, ich lebe noch! Jetzt habe ich ĂŒber zwei Wochen meinen Blog vernachlĂ€ssigt und ich gelobe Besserung! Zu meiner Verteidigung ist anzufĂŒhren, dass meine wehrte Freundin die letzten zehn Tage in Singapur zu besuch war. Diese höchstwillkommene Besuch hat mich natĂŒrlich gĂ€nzlich von der Arbeit an meinem Blog abgehalten. Nichtsdestotrotz habe ich nicht aus den Augen verloren was ich euch noch berichten möchte, hier ein kleiner Preview:

  • Mein Tagesausflug nach Indonesien auf die Insel Batam
  • Das Wochenende mit Nici in Kuala Lumpur, Malaysia
  • Die RundgĂ€nge mit Nici in Singapur
  • Etwas mehr von meiner Arbeit hier in Singapur
Leider habe ich die nĂ€chsten Wochen viel zu tun, aber es kommt alles hĂ€ppchenweise! Zum GlĂŒck konnte ich Nici als “Parttime Publisher” fĂŒr Kuala Lumpur verpflichten.

Labour Day

Sonntag, den 4. Mai 2008

Ich hĂ€nge mal wieder mit meiner Berichterstattung hinterher, aber besser spĂ€t als nie. Diesen Sonntag habe ich des Heimes Pflege und meinem Blog gewidmet. Als erstes möchte ich vom 1. Mai berichten, dem singapurischen “Labour Day”, ein Feiertag an dem der Singapurer, der nicht gerade in der Gastronomie oder im Einzelhandel arbeitet, frei hat. Ich arbeite in keiner der beiden Branchen, also hatte ich auch frei. Juhu!

Ich habe den Tag genutzt und mich mit Michaela und Andreas  getroffen (langsam klappt es auch mit dem Socialising hier S’pore). Gemeinsam haben wir uns frĂŒh morgens auf gemacht um am Tag der offenen TĂŒr in der Istana teilzunehmen. Auf Malaiisch meint “Istana” den “Palast”, wenn im Zusammenhang mit Singapur von der Istana die Rede ist, meint man den PrĂ€sidentenpalast. Dieser liegt auf einem HĂŒgel in einem Park. Alles zusammen ist direkt an der Orchard Road gelegen, Singapurs berĂŒhmter Einkaufsmeile. Das Areal ist ungefĂ€hr 40 Hektar groß und nur an fĂŒnf Tagen im Jahr der Öffentlichkeit zugĂ€nglich. Der Park, der den PrĂ€sidentenpalast umgibt, ist sehr schön und wunderbar gewachsen. In den Park integriert ist ein Neun-Loch-Golfplatz. Dann wird PrĂ€sident Sellapan Ramanathan (oft auch S R Nathan genannt) auch nicht langweilig. Singapurs PrĂ€sident wurde bis 1991 vom Parlament ernannt, erst seit 1991 dĂŒrfen die Singapurer ihn selber wĂ€hlen. Als Staatsoberhaupt erfĂŒllt er reprĂ€sentative Aufgaben und ist nur selten in das politische TagesgeschĂ€ft involviert.

Der eigentliche PrĂ€sidentenpalast wurde von der britischen Kolonialverwaltung 1896 erbaut und wurde damals als Government House bezeichnet. Die Planungen fĂŒr das GebĂ€ude hat ein gewisser Major John F.A. McNair durchgefĂŒhrt. Das GebĂ€ude Ă€hnelt sehr dem damals verbreiteten Stil der kolonialen Bauten in Indien. Das HauptgebĂ€ude ist drei Stockwerke hoch und die beiden FlĂŒgel zwei Stockwerke. Der Grundriss des GebĂ€udes ermöglicht einen stĂ€ndigen Luftzug und damit ein angenehmes Innenklima. Seit 1959 gehört es der Regierung von Singapur und wurde zu “Istana” umbenannt. 1996 bis 1998 wurde der gesamte Komplex von Grund auf renoviert.

Den zweiten Teil des Tages haben wir dann nach einem spontanen Entschluss an der East Coast von Singapur verbracht. Mit geliehenen FahrrÀdern haben wir eine Tour durch den gesamten East Coast Park bis hin zum Changi Beach gemacht. Insgesamt eine gut 35 Kilometer Radtour, was angesichts des geliehenen Fahrrads und der eher tropischen VerhÀltnisse hier gar nicht so schlecht ist. Am Ende vom Tag hatte ich dann auch einen super Sonnenbrand.

Schöne Aussichten II

Sonntag, den 27. April 2008

Also, ich war euch ja noch das Panorama bei Tag schuldig. Hier ist es!

Panaroma aus meinem Zimmer bei Tag

Irgendwie bin ich heute ein wenig schreibfaul, also verzeiht mir und genießt doch einfach mit mir das Panaroma! :-)

Was gibt es sonst noch zu erzÀhlen? Gestern war ich ein wenig schwimmen und Abends habe ich mich mit Andreas getroffen. Er ist Praktikant an der Deutschen Botschaft in Singapur. Wir waren gemeinsam an Clarke Quay. Clarke Quay ist nach Sir Andrew Clarke benennt, er war der zweite Gouverneur Singapurs und hat eine bedeutende Rolle gespielt bei der Entwicklung Singapurs als wichtigster Hafen der Region.

In der Vergangenheit war die Gegend durch LagerhĂ€user aus dem 19. Jahrhundert bestimmt. Die heruntergewirtschafteten GebĂ€ude wurden meist von chinesischen HĂ€ndlern benutzt. In den frĂŒhen 1990er Jahren wurde die gegend um Clarke Quay von Investoren entdeckt und in ein Viertel mit einer vielzahl von LĂ€den, Kneipen, Restaurants und Nachtclubs verwandelt. WĂ€hrend tagsĂŒber dort nicht viel los ist, ist Clarke Quay in der Nacht von sehr vielen Menschen beölkert, u.a. von mir.

Clarke Quay bei Tag

 

Schöne Aussichten

Samstag, den 19. April 2008

Auf dem Foto unterhalb könnt ihr die Aussicht aus meinem Zimmer sehen.Mein Panorama

Zu sehen auf diesem schönen Panaroma ist ganz links ein Teil Bedok, der Stadtteil in dem ich wohne. Die GrĂŒnflĂ€che, die sich an der rechten Seite anschließt, ist der Bedok Reservoir Park. Dort geht der geneigte Singapurer gerne Joggen und Spazieren. Auch Familien gehen gerne zum Picknick in den Park. Das zentrale an diesem Gebiet ist aber nicht der Park, sondern das Wasserreservoir dort. Fertiggestellt in 1986, ist das Reservori ein Bestandteil der Wasserversorgung Singapurs. Ein besonderes Merkmal sind die Regenwassersammelstationen, die das Regenwasser von den umgebenden urbanen Gebieten in das Reservoir leiten. Heutzutage finden auf dem See aber auch WassersportaktivitĂ€ten, wie z. B. Drachenbootrennen, statt.

Das große weiße GebĂ€ude im Bild unten links ist die St. Anthony’s Canossian Secondary School, sie ist eine MĂ€dchenschule. Dazu gehört auch der rechts liegende Sportplatz. Hinter dem Sportplatz ist ein Kanal, der das Reservoir mit der Eastcost verbindet. Die den Kanal ĂŒberquerende Straße ist dann meine Bedok North Avenue 4. Etwas versteckt sieht man auch den PIE, den Pan Island Expressway. Es ist Singapurs lĂ€ngster und Ă€ltester Expressway und mit 42,8 km die lĂ€ngste Straße von allen. Was den Schluss zulĂ€sst, dass Singapur nun wirklich nicht weitlĂ€ufig ist. Den Rest meines Panaromas werde ich mit einem Teil 2 und mit einem Foto bei Tag erlĂ€utern. Bis dahin!

Mein neues Zuhause

Samstag, den 12. April 2008

Hier seht ihr mein Haus, in dem ich den nÀchsten sechs Monate wohnen werde. Es wurde vom Housing and Development Board (HDB) gebaut und ist insgesamt 13. Stockwerke hoch.

B94 Bedok North Ave 4

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Ankunft in Singapur

Mittwoch, den 9. April 2008

Endlich bin ich in Singapur angekommen! Meine Reise lief zwar nicht so wie geplant, aber ich bin trotzdem da, wo ich hin wollte. Ein kleines Problem gab es mit meinem Flug. Ich hatte geplant von NĂŒrnberg aus nach Frankfurt zu fliegen, aber leider wurde der Flug kurzfristig gestrichen. Warum der Flug nicht stattfand steht nicht so genau fest, es soll wohl das Wetter gewesen sein. Der gute Herr Burmeister von Melchers Travel hatte mich noch telefonisch vorgewarnt. Nichtsdestotrotz habe ich mich mit Philipps Hilfe auf zum NĂŒrnberger Flughafen gemacht. Dort wurde ich einer kleinen, dreiköpfigen Reisegesellschaft zugeteilt. Gemeinsam bestiegen wir ein Taxi, das uns dann nach Frankfurt befördern sollte. Unsere kleine Reise per Taxi fing mit gut einer Stunde Stau an. Prima! Am Ende wurde es zwar nicht zu knapp, aber doch etwas stressig, denn NĂŒrnberger Taxifahrer sind mit dem Frankfurter Flughafen nicht all zu gut vertraut. Woher auch!?

Am Frankfurter Flughafen ging dann eigentlich alles glatt. Etwas nervig war die Dame am Check-In der Lufthansa, die bei meinem GepĂ€ckgewicht, nachdem die Lufthansa mir bereits einen Flug gestrichen und mich mit einem Taxi durch die Lande geschickt hatte, partout kein Auge zu drĂŒcken wollte. So musste ich noch schnell so viel, wie möglich in das HandgepĂ€ck umlagern. Hat irgendwie keinen Spaß gemacht. Die restriktiven Sicherheitskontrollen am Flughafen haben mir dann noch bestĂ€tigt, was ich schon lĂ€nger im Verdacht hatte. In meinem iPod ist doch kein Sprengstoff enthalten. Der eigentliche Flug verlief dann aber sehr gut. Mit meinem netten Sitznachbarn konnte ich ein wenig plaudern und die meiste Zeit der zwölf Stunden ich habe verpennt.

In Singapur angekommen, wurden wir zunĂ€chst mit einem amtlichen Regenschauer begrĂŒĂŸt. Wie in Frankfurt, aber um zwanzig Grad besser! Sandu hat mich am Flieger abgeholt und nachdem ich gleich meine Euros in Singapur Dollars umgetauscht habe, ging es mal wieder ins Taxi. Wir haben uns direkt zum meinem neuen Zuhause begeben. Daheim bin ich fĂŒr die nĂ€chsten sechs Monate bei Stanley und Mimi. Die beiden sind ein chinesisch-singapurisches Ehepaar im meinem Alter. Beide sind super nett und haben mich gleich willkommen geheißen. Nachdem ich mit Sandu den örtlichen Food Court erkundet hatte, haben mich die beiden zu sich zum Abendessen eingeladen. Die Wohnung ist sehr schön. Ich wohne im zwölften Stockwerk und es ist „warm and windy“. Ich habe ein gerĂ€umiges Zimmer, muss aber noch tausend Kleinigkeiten ergĂ€nzen. DafĂŒr geht es morgen, ganz nach alter Gewohnheit, zu IKEA.

Wohnung gefunden

Mittwoch, den 26. März 2008

Nach langen Suchen habe ich nun eine Wohnung gefunden. Das viele Suchen hat leider nichts genĂŒtzt, am Ende war es mein “VorgĂ€ngerpraktikant” Sandu, der fĂŒr mich eine Wohnung gefunden hat. Vielen Dank, Sandu! Ich wohne im Stadtteil Bedok, im Osten von Singapur. Der Stadtteil Bedok besteht aus zwei Teilen, den alten Ortsteil und einem neuen Stadtentwicklungsgebiet. Bedok Locator MapDer alte Ortsteil, bzw. der Bedok River ist bereits seit 1604 bekannt. Als der “GrĂŒnder” Singapurs Sir Simon Raffles die Insel erkundete, war der Ort als Badok bereits bekannt. Das Fischerdorf Bedok wurde dann in den 1970er Jahren dem Stadtgebiet Singapurs einverleibt.

Die Bedok New Town ist das fĂŒnfte “New Town”-Entwicklungsprojekt des Housing and Development Board (HDB). Seine Entwicklung begann im April 1973. Bedok New Town ist fast 10 kmÂČ groß und 42 Prozent werden als WohnflĂ€che genutzt. Es gibt rund 58.000 Wohnungen, die durch das HDB gebaut wurden und ca. 200.000 Bewohnern eine Wohnung bieten.

Das historische Bedok liegt heute an der Ecke Upper East Coast Road und Bedok Road. Dieser Teil ist fĂŒr sehr gute Seafood Restaurants bekannt.Ich werde bei einem Singapurer PĂ€rchen wohnen, dass ich leider noch nicht weiter kennengelernt habe. Mein dritter Mitbewohner steht noch nicht fest. Die Wohnung hat drei Schlafzimmer und zwei BĂ€der, Wohnzimmer, KĂŒche, etc. Sobald ich genaueres erfahren habe, werde ich berichten.